28. Neujahrsempfang von MIT-Osnabück Land und Stadt

Datum des Artikels 23.01.2019

„Volles Haus“ mit rund 200 Teilnehmern im Meller Hotel-Restaurant „Van der Valk“, direkt an der BAB 30, anlässlich des 28. Gemeinsamen Neujahrsempfanges der MIT-Kreisverbände Osnabrück Land und -Stadt.

Dietrich Keck, Kreisvorsitzender der MIT Osnabrück-Land, begrüßte unter anderen zahlreiche Vertreter der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik.


Hauptreferent war Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers MdL.


Der Meller Bürgermeister Reinhard Scholz: „Die Veranstaltung ist am Puls der Wirtschaft. ‚Made in Melle‘ kommt nicht von ungefähr. In Melle gibt es Hidden Champions. Melle ist weder konzern- noch förderungsabhängig“.
Der Bundestagsabgeordnete Dr. André Berghegger hob hervor, dass der Soli abgesenkt werden soll. Auf Bundesebene gebe es jede Menge zu tun. Mit einem Wachstum von 1,5 Prozent wachse die Wirtschaft im neunten Jahr in Folge, dennoch sei das Wachstum niedriger als ein Jahr zuvor. Es gehe uns zwar in Deutschland gut, nichtsdestotrotz müsse alles getan werden, damit die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft erhalten bleibt. Industrie und Mittelstand gehörten zusammen. Insofern, so Berghegger, „lassen Sie uns unterhaken“.


Landrat Dr. Michael Lübbersmann sagte, dass nationale Egoismen und Protektionismen den Wettbewerb bedrohten. Die Arbeitslosigkeit betrage in Melle gerade einmal 2, 2 Prozent und im Landkreis Osnabrück 2,8 Prozent. Damit herrsche quasi Vollbeschäftigung. Die starken Gesellschaftsbereiche Wirtschaft und Arbeit gehörten zusammen. „Wirtschaft ist zwar nicht alles; dennoch ist ohne Wirtschaft alles nichts!“, so Landrat Lübbersmann.


Finanzminister Reinhold Hilbers MdL: „Man muss sich gegenseitig auch mal was gönnen, damit Themen vor Ort gelebt werden.“ Unserem Land fehle es an Zufriedenheit. Optimisten und Pessimisten irrten sich statistisch gesehen gleich oft. Allerdings lebten die Optimisten dabei besser und zufriedener.
Ein „harter BREXIT“ würde Handel und Wirtschaft beeinträchtigen und Märkte verunsichern.
„Wir haben zurzeit eine starke Binnennachfrage und mit 45 Mio. Beschäftigten eine sehr hohe Beschäftigungsquote, so Hilbers.
Die gemeinsamen Aufgaben würden durch die Europäische Union geprägt. Gerade deshalb müsse Europa mit einer „Politik am Mittelstreifen“ vorangebracht werden. Politik könne nicht von den Rändern aus angegangen werden.
Deutschland stehe für ein weltoffenes Europa. Erfolgreich würden diejenigen sein, die weltoffen und pluralistisch aufgestellt sein.
Die Union habe in der Kandidatenfrage zur Wahl eines/einer neuen CDU-Vorsitzenden eine Diskussionskultur gezeigt, um sich in Verantwortung zu erneuern. Die Themen von Friedrich Merz müssen weiter in der CDU diskutiert werden.
Hilbers hob hervor, dass künftig die Abschreibungszyklen zu überprüfen seien.
Bei der Bahn müsse mehr unternehmerisches Denken greifen. Es müsse nicht alles durchreguliert werden, so der Minister. Schließlich gebe es auch eigene Verantwortlichkeiten.
Es komme darauf an, dass sich die Politik auch einmal bescheide. Niedersachsen beabsichtige, die Steuerbremse in die Verfassung zu schreiben.
Weiterhin sprach sich Hilbers für eine Förderung des ländlichen Raumes, für mehr Mobilität und eine verbesserte Anbindung an das Datennetz aus. Schließlich kümmere man sich um die Zukunft, so der Minister.


H.-Dieter Klahsen, Kreisvorsitzender der MIT Osnabrück-Stadt, forderte eine Rückbesinnung auf den „Markenkern der Union“. Schutzbedenken und Bürokratie müssten zurückgefahren werden. Es komme darauf an, sich auf das Wichtigste und Notwendigste zu konzentrieren.


Im Anschluss an die Reden und Grußworte ließ das umfangreiche schmackhafte Buffet keine Wünsche offen.
Gute Gespräche rundeten den diesjährigen Neujahrsempfang ab.