Besuch des Kleintierkrematoriums

Datum des Artikels 23.08.2017

Besuch beim Kleintierkrematorium IM ROSENGARTEN - MIT-Artland von Entwicklung beeindruckt

Auf Einladung der Mittelstandsvereinigung (MIT) Artland besuchte eine 15köpfige Mitgliedergruppe vor kurzem das Kleintierkrematorium der Familie Nietfeld in Badbergen. Beim Treffen auf dem Hof begrüßte Michael Renze, stellvertretend für den verhinderten ersten Vorsitzenden Dietrich Keck, die Teilnehmer. In der Runde entwickelte sich gleich ein lebhafter Austausch, konnten sich doch viele Anwesende noch an die Diskussionen rund um und auch an die Proteste gegen die Errichtung des Kleintierkrematoriums zur Jahrtausendwende erinnern. Der erste Eindruck und die nicht vorhandene Geruchsemission auch in direkter Nähe der bis zu 1100 Grad heißen Öfen bei laufendem Betrieb legten nahe, dass diese weitgehend unbegründet waren. Im Rahmen der kurzweiligen Führung durch den Mitarbeiter Lars Gärtner erfuhren die Teilnehmer dann auch nähere Fakten zum Emissionsschutz und den höchsten Ansprüchen genügenden Zertifizierungen.
Die MITler konnten sich davon überzeugen, dass trotz aller wirtschaftlicher Aspekte der pietätvolle Abschied vom langjährigen tierischen Wegbegleiter im Vordergrund steht. So wird dem Tierhalter anhand von Rückzugsräumen und auch dem wunderschön angelegten Rosengarten die Möglichkeit gegeben, sich in einer ruhigen und würdigen Atmosphäre von seinem Liebling zu verabschieden - bis hin zum Einfahren in den Ofen.
Im Anschluss an die Kremierung kann der Tierhalter dann die Überreste seines Tieres mit nach Hause nehmen - neben der klassischen Urne gibt es dafür zahlreiche Möglichkeiten: Diese reichen für jeden Geldbeutel bis hin zum Pressen eines Diamanten für die Halskette oder den Ring.
Aber es besteht auch die Möglichkeit, die Asche des Tieres im Rosengarten zu verstreuen. In der sicherlich als Park zu bezeichnenden Anlage befinden sich dafür entsprechende Möglichkeiten - eingerahmt von einer wunderschönen Rosenpracht mit teils seltenen Exemplaren. Diese kann der Tierhalter dann auch in den Folgejahren immer wieder besuchen - so wie ein Herr, der in den vergangenen Jahren bereits dreimal aus Warschau angereist ist.
Der Rosengarten kann aber auch ohne einen Trauerfall besucht werden, wofür sich sicherlich die Sommerzeit als Hauptblütezeit anbietet. Dabei wird am Eingang um eine kleine Spende für die vor kurzem gegründete ROSENGARTEN-Stiftung gebeten. Die Stiftung ist aus dem Wunsch entstanden, viele unbekannte, aber wertvolle Projekte aus dem Bereich der Mensch-Tier-Beziehungen zu fördern. Beispiele hierfür sind Behindertenbegleithunde, Besuchstiere für Alten- und Kinderheime oder auch Hunde für Rettungsstaffeln.
Apropros Tiere: Auf die Frage nach den Tieren, die von dem familiengeführten Betrieb kremiert werden, wusste Lars Gärtner zu berichten, dass neben der Verbrennung von Hunden und Katzen auch Kaninchen, Ratten oder Mäuse immer wieder vorkommen. Das exotischste Tier war bislang eine Schlange, genauer gesagt eine Boa constrictor.
Die Teilnehmer waren beeindruckt, wie aus einer mittlerweile fast 20 Jahre alten Idee nunmehr ein deutschlandweit aktives Unternehmen mit über 140 Mitarbeitern geworden ist, von denen 40 am Standort in Badbergen aktiv sind. So konnten die MITler im Anschluss an die Besichtigung im Rahmen eines gemütlichen Abendessens bei bestem Sommerwetter auf dem Hof Elting-Bußmeyer viele interessante Eindrücke austauschen.
Das nächste Treffen findet nach der Sommerpause statt - geplant ist ein kulinarisch begleiteter Netzwerkabend bei der "Kantine" in Quakenbrück.