MIT-Osnabrück und Caritas: Akademieabend

Datum des Artikels 18.05.2017

MIT-Osnabrück-Land und -Stadt und Caritas veranstalten einen gemeinsamen Akademieabend: ...damit der Arbeitsmarkt 4.0 keine Verlierer kennt.

MIT KVbe Osnabrück und Caritas - „… damit der Arbeitsmarkt 4.0 keine Verlierer kennt.“

Über 100 Interessierte konnte der Kreisvorsitzende der MIT Osnabrück-Stadt, H.-Dieter Klahsen, kürzlich in den Räumen des Technologie Centrums Bissendorf begrüßen. Eingeladen hatten die Kreisverbände der MIT Osnabrück-Stadt und Land gemeinsam mit dem Caritasverband der Diozöse Osnabrück e.V. in Osnabrück zu einem Akademieabend, der sich dem Thema „… damit der Arbeitsmarkt 4.0 keine Verlierer kennt.“ widmete.

Es gehe um Vorbereiten, Begleiten und Fördern, damit es keine Verlierer auf dem Arbeitsmarkt gibt, so der Eingangstenor zur Veranstaltung. Es komme auf eine gelassene Zuversicht mit einer gesunden Portion Achtsamkeit an.

Ziel sei, dass die Caritas gemeinsam mit der MIT die Politik wecken wolle, so H.-Dieter Klahsen, der auch stellvertretender Landesvorsitzender der Niedersachsen-MIT ist.

Auf Lösungen für die Arbeitswelt komme es an. Als Sieger könne nur hervorgehen, wer imstande sei, gemeinsam zu handeln.

Caritasdirektor Franz Loth unterstrich, dass es besser sei zu gestalten, als dass man gestaltet werde.

Der Mensch müsse auch in Zukunft noch im Mittelpunkt stehen. Bei der Digitalisierung komme es darauf an, wirklich alle mitzunehmen.

Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff von der Hochschule Osnabrück setzte sich für eine Harmonisierung von Hard-, Soft- und Peopleware ein.

Die Digitalisierung könne zwar nahezu alles, dennoch müsse nicht alles digital sein.

“Der Arbeitsmarkt verändert sich. Schon jeder siebente Arbeitsplatz könne durch Computer ersetzt werden.“, so Christiane Fern von der Agentur für Arbeit Osnabrück.

Weniger Arbeit werde es dennoch nicht geben, nur eben andere, so der Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück-Emsland und Grafschaft Bentheim, Marco Graf.

Mittlerweile strebten 38 Prozent der Abiturienten eine Duale Ausbildung an, so Harald Schlieck von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland und Grafschaft Bentheim.

Leider müsse aber auch zur Kenntnis genommen werden, dass die Anzahl benachteiligter Schüler steige. Dieser Tatsache dürfe man sich nicht verweigern, sondern stellen.

MIT und Caritas stellten unter Beweis, dass Wirtschaftsthemen gepaart mit Gesellschaftspolitik die Menschen bewegen, insbesondere dann, wenn ein hochkarätiges Podium mit interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert, wie in Bissendorf geschehen.

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(v.l.n.r.): Andreas Viehoff, Comenius-Förderschule Georgsmarienhütte, Anette Meyer zu Strohen MdL, Harald Schlieck, Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, H.-Dieter Klahsen, Vorsitzender der MIT Osnabrück-Stadt, Moderator Ludger Abeln, Christiane Fern, Agentur für Arbeit Osnabrück, Franz Loth, Caritasdirektor, Sabine Depew, Caritasverband für die Erzdioziöse Köln, Prof. Dr. Andrea Braun von Reinerdorff, Hochschule Osnabrück, und Marco Graf, Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim.