Mittelstandsunion fordert Einhaltung des Stufenplanes

Datum des Artikels 01.06.2021

Die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Osnabrück liegt seit gestern erstmalig seit geraumer Zeit wieder bei unter 50. Nach dem von der Landesregierung selbst herausgegebenem Stufenplan bedeutet dies, dass es in 5 Tagen Lockerungen geben wird.

Insbesondere an den Grundschulen ist nach diesem Plan dann wieder Präsenzunterricht, das sogenannte Szenario A, durchzuführen. Während dieser Stufenplan mit prominent besetzter Pressekonferenz vorgestellt wurde, wird es nun, wenn es um Lockerungen geht, deutlich stiller. Von einem Wechsel in den Präsenzunterricht ist bisher jedenfalls nicht zu hören. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Osnabrück-Land fordert deshalb die Landesregierung auf, umgehend alle Maßnahmen zu treffen, die für den Präsenzunterricht ab dem kommenden Dienstag notwendig sind. Andreas Hettwer, Kreisvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion kommentiert dazu: „Wenn jetzt in anderen Bundesländern von den Verantwortlichen der Präsenzunterricht nicht eingeführt wird, da sich dies bis zu den Sommerferien nicht lohne, dann frage ich mich, wie viel Bezug zur Realität dort noch herrscht. Dies darf sich in Niedersachsen keinesfalls wiederholen. Junge Mütter und Väter versuchen täglich den Spagat zwischen Home-Office und Kinderbetreuung zu meistern, mit dem Ergebnis, dass Unternehmen und Mitarbeiter schon längst auf dem Zahnfleisch gehen. Da zählt jeder Tag!“ Gleichzeitig hofft die Mittelstands- und Wirtschaftsunion, dass sich nun auch Landrätin Anna Kebschull für den Landkreis einsetzt und die entsprechenden Stellen in der Landesregierung kontaktiert. Abschließend appelliert Andreas Hettwer an Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Wir dürfen nicht den Eindruck hinterlassen, dass mit selbst gemachten Plänen völlig willkürlich verfahren wird. Wir dürfen diejenigen, die die gute Entwicklung der Corona-Zahlen im Kreis möglich gemacht haben, jetzt nicht alleine lassen.“