Zu hoher organisatorischer Aufwand kann kein Grund sein!

Datum des Artikels 15.04.2021

Bewerbung als Modellkommune gefordert

Quakenbrück: Mit Unverständnis reagieren Jürgen Holterhus, der Kandidat der CDU für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters, Ludger Greten, der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Artland (MIT) und Dirk Kopmeyer, der Vorsitzende der CDU im Artland auf die Aussage von Samtgemeindebürgermeister Poppe, dass der organisatorische Aufwand für eine Bewerbung zur Modellkommune für die Öffnung von Einzelhandelsbetrieben in Corona Zeiten zu hoch sei.

„Dies ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel“, so die Vorsitzenden der MIT und der CDU. Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, um Möglichkeiten zu schaffen der Kultur, den Geschäften und Betrieben eine Perspektive zu geben. Auch wenn, wie bei Modellprojekten üblich, Unklarheiten bestehen, hätten wir eine Bewerbung oder zumindest eine sehr, sehr konkrete Prüfung für sinnvoll gehalten und ausdrücklich begrüßt.
Niemand kann im Moment absehen, wie lange die aktuelle Situation noch anhält. Somit ist es geboten sich frühzeitig um Konzepte zu bemühen bzw. daran mitzuwirken und dafür zu sorgen, dass in Zukunft Kultur, Einzelhandel und Gastronomie mit Sicherheit und ohne Ansteckungsrisiko für die Bürgerschaft öffnen kann.
Neben den Betroffenen Geschäften und Betrieben hätte dies auch der Bevölkerung im Artland die Chance gegeben wieder lokal einzukaufen und die örtliche Kaufmannschaft zu unterstützen. Jede Chance die sich bietet, ein wenig zur Normalität zurückzukommen gilt es zu ergreifen.
Auch wenn möglicherweise eine Bewerbung in der ersten Runde nicht erfolgreich gestaltet werden kann, ist mit einer zweiten Runde zu rechnen und darauf sollte man vorbereitet sein. Andere Städte und Gemeinden sind sonst schneller, eher dran und wir haben im Artland dann die rote Laterne.
Jürgen Holterhus, der für die CDU im September die Wahlen zum Amt des Samtgemeindebürgermeisters für sich entscheiden will ergänzt, dass es bisher keine Aktivitäten des Samtgemeindebürgermeisters gegeben habe, um zum Beispiel mit den Werbegemeinschaften Konzepte für die Öffnung der Geschäfte in Quakenbrück und im Artland zu entwickeln. Er weist darauf hin, dass für die Geschäftswelt der organisatorische Aufwand im Zusammenhang mit Corona seit einem Jahr immens sei und man sich permanent auf neue Situationen einstellen müsse. Teilweise geschehe dies für sehr kurze Zeiträume, wobei mit viel Aufwand entwickelte Konzeptionen dann wieder über Bord geworfen worden seien. Dies sei jedoch für die Unternehmerinnen und Unternehmer im Artland kein Grund nachzulassen.
„Aussitzen und abwarten hilft nicht! Wenn die Artländerinnen und Artländer mir im September das Vertrauen schenken, werde ich eine der wichtigsten Aufgaben des Samtgemeindebürgermeisters, nämlich die des ersten Wirtschaftsförderers sehr ernst nehmen. Denn nur mit den Unternehmerinnen und den Unternehmern und der Bürgerschaft kann es gelingen, während der schwierigen Corona Pandemie und danach wieder Tritt zu fassen, Unternehmen zu stabilisieren und Arbeitsplätze zu sichern. Hier ist noch Luft nach oben“, so Holterhus abschließend.